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Windows 11 Copilot kann jetzt die Hardware deines PCs auslesen: So funktionieren die PC insights

PrivSec Lab3 Min. Lesezeit
Eine Person arbeitet an einem Schreibtisch an einem Laptop

Microsoft testet die PC insights für die Windows 11 Copilot App: Frag sie nach deinem RAM, Speicher, GPU oder Akku und sie liest den Zustand deines Geräts aus. Was sie tut, wie die Berechtigungen funktionieren und der ehrliche Datenschutz-Kompromiss.

Microsoft hat begonnen, eine Funktion zu testen, mit der die Windows 11 Copilot App nachsehen kann, was tatsächlich in deinem PC steckt und darauf läuft. Sie heißt PC insights, wurde am 13. Juli 2026 im Testbetrieb ausgerollt, vorerst nur in den USA, und sie verwandelt Copilot in etwas, das du in natürlicher Sprache zu deinem eigenen Rechner befragen kannst. Es ist eine wirklich nützliche Idee und zugleich ein kleines, klares Beispiel für eine größere Frage: Wie viel dauerhaften Zugriff möchtest du einem KI-Assistenten auf dein Gerät geben?

Was PC insights tatsächlich tut

Laut Berichten von TechRadar, Windows Latest und anderen kannst du mit PC insights Copilot in Gesprächsform Fragen zu deinem Windows PC stellen und Antworten erhalten, die auf dem aktuellen Zustand des Geräts beruhen, anstatt selbst durch die Einstellungen zu suchen. Du kannst zum Beispiel fragen, wie viel RAM du hast, wie viel Speicherplatz noch frei ist, was deine GPU ist, wie ausgelastet dein Prozessor gerade ist, ob ein antivirus läuft oder wie es um die Gesundheit deines Laptop-Akkus steht.

Der clevere Teil ist die Anschlussfrage. In einem Beispiel aus der Berichterstattung fragst du, wie viel freier Speicher dir bleibt, Copilot antwortet mit 87 GB, und du fragst dann, ob du GTA V installieren kannst. Copilot durchsucht das Web, findet heraus, dass das Spiel mehr als 100 GB benötigt, errechnet, dass dir rund 13 GB fehlen, und schlägt vor, Dateien aufzuräumen. Es ist Fehlersuche und System-Status-Abfrage in einem Chat vereint.

So funktioniert es und das Berechtigungsmodell

Unter der Haube verbindet sich die Copilot App mit Windows APIs, um den Zustand deines Systems auszulesen. Entscheidend ist: Es ist berechtigungsbasiert und opt-in. Copilot fragt nach, bevor es auf deine Hardware-Details zugreift, und du hast die Wahl: nur einmal für diese Sitzung erlauben oder „always allow" wählen, um dauerhaften Zugriff zu gewähren. Es ist eine experimentelle Funktion, die du erst aktivieren musst, und zum Start ist sie auf die USA beschränkt.

Ein Computer auf einem Schreibtisch. Die PC insights von Copilot lesen den Zustand deines Geräts aus - RAM, Speicher, GPU und mehr - sobald du die Berechtigung erteilst.

Der ehrliche Blick auf den Datenschutz

Es lohnt sich, hier maßvoll statt alarmistisch zu bleiben. Das Ganze ist opt-in, an Berechtigungen gebunden, und die betreffenden Daten - wie viel RAM oder Speicher du hast - gehören nicht zu den sensibelsten Informationen auf deinem Rechner. Das Konzept mit einer Einmal-Option ist vernünftig.

Dennoch sind zwei Dinge im Hinterkopf zu behalten. Erstens gibt die „always allow"-Wahl einem KI-Assistenten dauerhaften Zugriff auf den Zustand deines Geräts, und das ist die Art von Berechtigung, die man einmal erteilt und dann vergisst. Wenn du sie nur gelegentlich brauchst, ist die Einmal-Option die zurückhaltendere Gewohnheit. Zweitens bedeutet die Beantwortung mancher Fragen, dass Copilot das Web durchsucht (wie im GTA V Beispiel), sodass eine Anfrage über deinen Rechner zu einer ausgehenden Anfrage werden kann - nützlich, aber eine Erinnerung daran, dass „Copilot etwas über meinen PC fragen" nicht immer ein rein lokaler Vorgang ist. Es gibt außerdem eine milde Ironie, die erwähnenswert ist: Windows Latest berichtete, dass die Copilot App selbst rund 1 GB RAM belegen kann, sodass das Werkzeug, das dir sagt, was deinen PC verlangsamt, nicht frei von eigenem Overhead ist.

Der übergeordnete Punkt ist die Entwicklungsrichtung. KI-Assistenten erhalten stetig tiefere, dauerhaftere Verbindungen ins Betriebssystem. Nichts an dieser einzelnen Funktion ist alarmierend; die Gewohnheit, die es aufzubauen lohnt, ist schlicht, wahrzunehmen, was du gewährst, einmaligen Zugriff zu bevorzugen, wenn er ausreicht, und zu wissen, dass Komfort und Zugriff Hand in Hand gehen.

Fazit

PC insights ist eine wirklich praktische Möglichkeit, deinen PC einfach durch Nachfragen zu prüfen und Probleme zu beheben, und ihr opt-in-, berechtigungsbasiertes Konzept hat die richtige Form. Behandle die „always allow"-Option als echte Entscheidung statt als Reflex: Gewähre dauerhaften Gerätezugriff nur, wenn du ihn wirklich willst, und setze auf die Einmal-Berechtigung, wenn du nur eine schnelle Frage beantwortest. Es ist eine nützliche Funktion und ein guter Moment, um bewusst zu entscheiden, wie viel von deinem Rechner dein KI-Assistent zu sehen bekommt.

Photo: Pixabay (source)

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